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Generations Church International

Woche 4 / 5

Deine Gaben einsetzen

Geistesgaben sind nicht dazu da, um aufzufallen oder sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen – sie sind dazu da, die Kirche zu erbauen und anderen in Liebe zu dienen. In dieser Woche werden wir uns damit beschäftigen, wie es tatsächlich aussieht, wenn wir unsere Gaben auf eine gesunde, Christus-zentrierte Weise einsetzen. Anhand von Bibelstellen, Überlegungen aus dem wirklichen Leben und einigen Übungen wirst du ermutigt, deine Rolle im Leib Christi zu erkennen und Schritte zu unternehmen, um deine Gaben mit Weisheit, Demut und Zielstrebigkeit einzusetzen. Es geht um Einheit, Liebe und so zu dienen, wie Jesus es getan hat – gemeinsam.

Ein Mann mit Strohhut und kariertem Hemd beugt sich auf einem Feld über grüne Pflanzen

Die Gaben einsetzen

Eröffnungsgebet & Fragen

Beginnt eure gemeinsame Zeit mit einem Gebet. Anschließend könnt ihr die folgenden Fragen beantworten.

  • Was hast du in der Übung der letzten Woche gelernt oder erfahren?
  • Wie würdest du jemand anderen ermutigen, seine Gaben zu entwickeln?

Lest gemeinsam: 1. Korinther 12-13

Zentrale Bibelverse

Bibeltext: 1 Korinther 12:4-7 (NGÜ)

Es gibt viele verschiedene Gaben, aber es ist ein und derselbe Geist, der sie uns zuteilt. Es gibt viele verschiedene Dienste, aber es ist ein und derselbe Herr, der uns damit beauftragt. Es gibt viele verschiedene Kräfte, aber es ist ein und derselbe Gott, durch den sie alle in uns allen wirksam werden. Bei jedem zeigt sich das Wirken des Geistes auf eine andere Weise, aber immer geht es um den Nutzen der ganzen Gemeinde. Dem einen wird durch den Geist die Fähigkeit geschenkt, Einsichten in Gottes Weisheit weiterzugeben.

Hintergrundwissen

Die Briefe an die Gemeinden in Korinth wurden an eher dysfunktionale Gemeinden geschrieben. Es ist schwer, die Briefe zu lesen und anzunehmen, dass diese Gemeinden irgendetwas im biblischen Sinne richtig machten. Doch ihre schwierige Lage ist ein Segen für uns, denn sie veranlasste Paulus, den Gemeinden zu schreiben und ihnen wichtige Anweisungen für den Gebrauch der Geistesgaben mitzugeben.

Korinth hatte eine sehr vielfältige, aber auch sehr gespaltene und hierarchische Gesellschaft. Bekannt war sie als ein Volk von „Karriere-Aufsteigern“ (also Menschen, die gesehen und anerkannt werden wollten). Der Status in dieser Gesellschaft wurde auf der Grundlage der eigenen Leistung oder der Präsentation besonderer Fähigkeiten erworben oder verloren. Leider machte diese hierarchische und positionsbezogene Denkweise auch vor den Türen der Kirche nicht halt. Viele der Christen in Korinth schienen zu glauben, dass sie durch die Demonstration ihrer geistlichen Gaben an Ansehen in der Kirche gewinnen könnten. Deshalb verwendete Paulus den Umgang mit geistlichen Gaben als Gelegenheit zur Belehrung der Gemeinde.

Einer seiner wichtigsten Punkte war, dass die Gemeinde ein Leib war. Die Korinther waren zweifelsohne äußerst vielfältig. Aber dies gilt ebenso für die Teile unseres Körpers. Paulus verwies auf Augen, Ohren, Hände und Füße – und zeigte damit, dass jeder Teil wichtig und für den anderen notwendig ist. Wenn wir über den Einsatz der geistlichen Gaben nachdenken, ist das der erste Punkt, den wir betonen müssen: Wir sind dazu geschaffen, sie gemeinsam und für ein gemeinsames Ziel einzusetzen. Die Gemeinde ist kein Ort der Selbstdarstellung. Jesus lehrte uns, dass der Geringste unter uns der Größte ist. Wir sind geschaffen, um zu dienen. Und dies gemeinsam zu tun.

In Einheit trotz Vielfalt.
Mit Liebe und Weisheit.
Um das Evangelium zu verkünden und die Kirche zu bauen.
Gemeinsam.

Gruppendiskussion

Fragen:

  • Welche Wahrheiten sind dir beim Lesen von Kapitel 12 aufgefallen?
  • Wusstest du, dass es im Kontext des berühmten „Kapitel über die Liebe“ eigentlich um den Einsatz unserer geistlichen Gaben ging? Wie wirkt sich 1. Korinther 13,4-7 bei dir darauf aus, wie du über den Einsatz deiner Gaben denkst?
  • Welche verbreiteten Missverständnisse oder unbiblischen Verhaltensweisen können den richtigen Gebrauch der Gaben behindern?
  • Welche positiven Beispiele von Menschen, die ihre Gaben einsetzen, hast du in deiner Gemeinde gesehen? (An dieser Stelle kannst du dir auch Zeit nehmen und den anderen in deiner Gruppe mitteilen, wie du sie schon dienen gesehen hast. Nehmt euch Zeit, einander zu ermutigen und zu stärken.)

Zeit des Gebets:
Betet füreinander, dass ihr in euren Gaben, in der Liebe und in der Einheit der Gemeinde wachst.

Alte, in Leder gebundene Bücher in einem Holzregal hinter einer Glasscheibe, davor unscharfe Lichtpunkte

Dies ist deine individuelle Zeit mit Gott

Die Übung

Tag 1 Deine Rolle in der Gemeinde

1. Korinther 14,26 (NGÜ)
Was ergibt sich aus dem allem für eure Zusammenkünfte, Geschwister? Es steht jedem frei, etwas beizutragen – ein Lied oder eine Lehre oder eine Botschaft, die Gott ihm offenbart hat, oder ein Gebet in einer von Gott eingegebenen Sprache oder dessen Wiedergabe in verständlichen Worten. Aber jedem soll es darum gehen, dass alle einen Gewinn für ihren Glauben haben.

Zum Weiterdenken

Hast du dir jemals die Zeit genommen, über deine Rolle in der Gemeinde nachzudenken? Die Gaben des Geistes sollen zum Wohl des Leibes Christi eingesetzt werden – das sind wir alle! Das bedeutet, dass wir sie teilen und nicht zu unserem eigenen Wohl für uns behalten sollen.

Schreibe dir heute eine Liste mit 10 Möglichkeiten, wie du deine Geistesgabe zum Segen des Leibes Christi einsetzen kannst.

Tag 2 Richtlinien

Wie wir in 1. Korinther 13 gesehen haben, ist die biblische Liebe die beste Richtschnur, die wir für den Einsatz unserer Gaben erhalten können. Abgesehen vom Kontext der Liebe wird einigen Gaben mehr Aufmerksamkeit geschenkt, wahrscheinlich weil das Verständnis ihrer Grenzen nicht so offensichtlich ist.

Hast du in diesem Zusammenhang schon einmal darüber nachgedacht, welche Richtlinien der Apostel für jemanden, der deine Gaben hat, aufgestellt haben könnte? Denke über die Zeiten nach, in denen du mit deiner Gabe gedient hast. Lies dann Römer 12 oder 1. Korinther 12-14 und notiere die Verse, die auch auf deine Gaben zutreffen könnten.

Tag 3 Anderen dienen nach dem Vorbild Jesu

Gib Gott heute Raum, durch deine Vorstellungskraft zu wirken.

Stelle dir Folgendes vor: Du bist einer der Jünger, und Jesus hat dir gerade gezeigt, wie der beste Dienst aussehen kann. Er hatte die größten Gaben von allen Menschen, und doch ging er auf Hände und Knie und wusch dir die Füße.

Nun stelle dir vor, wie du mit deinen Gaben demütig anderen dienst. Wie kannst du deinen Dienst dem von Jesus ähnlicher machen?

© Copyright 2025 – Urheberrechtshinweis
Alle Fotografien und Grafiken sowie das Design dieses Online-Dokuments sind urheberrechtlich geschützt. Das Urheberrecht der Reihe Cultivate liegt, soweit nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, bei generations church Leipzig e.V. Bitte fragen Sie Tyler Charvat (Impressum: generationschurch.de), falls Sie die genannten Inhalte dieses Internetangebotes verwenden möchten.

Die inhaltliche Gestaltung dieses Dokuments (Texte) unterliegt der Creative Commons Lizenz CC BY-NC 4.0. Das bedeutet, dass Sie das Material in beliebigem Medium oder Format ausschließlich für nichtkommerzielle Zwecke verbreiten, umgestalten, anpassen und darauf aufbauen dürfen und dass Sie dabei den Urheber nennen müssen.

Die mit (NGÜ) gekennzeichneten Bibelverse sind dem Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung entnommen und unterliegen dem Copyright: Version NGÜ 2011 © Genfer Bibelgesellschaft.

Die Gaben einsetzen

Eröffnungsgebet & Fragen

Beginne deine Zeit mit Gott im Gebet. Danach kannst du die folgenden Fragen beantworten.

  • Was hast du in der Übung der letzten Woche gelernt oder erfahren?
  • Wie würdest du jemand anderen ermutigen, seine Gaben zu entwickeln?

Lies: 1. Korinther 12-13

Zentrale Bibelverse

Bibeltext: 1 Korinther 12:4-7 (NGÜ)

Es gibt viele verschiedene Gaben, aber es ist ein und derselbe Geist, der sie uns zuteilt. Es gibt viele verschiedene Dienste, aber es ist ein und derselbe Herr, der uns damit beauftragt. Es gibt viele verschiedene Kräfte, aber es ist ein und derselbe Gott, durch den sie alle in uns allen wirksam werden. Bei jedem zeigt sich das Wirken des Geistes auf eine andere Weise, aber immer geht es um den Nutzen der ganzen Gemeinde. Dem einen wird durch den Geist die Fähigkeit geschenkt, Einsichten in Gottes Weisheit weiterzugeben.

Hintergrundwissen

Die Briefe an die Gemeinden in Korinth wurden an eher dysfunktionale Gemeinden geschrieben. Es ist schwer, die Briefe zu lesen und anzunehmen, dass diese Gemeinden irgendetwas im biblischen Sinne richtig machten. Doch ihre schwierige Lage ist ein Segen für uns, denn sie veranlasste Paulus, den Gemeinden zu schreiben und ihnen wichtige Anweisungen für den Gebrauch der Geistesgaben mitzugeben.

Korinth hatte eine sehr vielfältige, aber auch sehr gespaltene und hierarchische Gesellschaft. Bekannt war sie als ein Volk von „Karriere-Aufsteigern“ (also Menschen, die gesehen und anerkannt werden wollten). Der Status in dieser Gesellschaft wurde auf der Grundlage der eigenen Leistung oder der Präsentation besonderer Fähigkeiten erworben oder verloren. Leider machte diese hierarchische und positionsbezogene Denkweise auch vor den Türen der Kirche nicht halt. Viele der Christen in Korinth schienen zu glauben, dass sie durch die Demonstration ihrer geistlichen Gaben an Ansehen in der Kirche gewinnen könnten. Deshalb verwendete Paulus den Umgang mit geistlichen Gaben als Gelegenheit zur Belehrung der Gemeinde.

Einer seiner wichtigsten Punkte war, dass die Gemeinde ein Leib war. Die Korinther waren zweifelsohne äußerst vielfältig. Aber dies gilt ebenso für die Teile unseres Körpers. Paulus verwies auf Augen, Ohren, Hände und Füße – und zeigte damit, dass jeder Teil wichtig und für den anderen notwendig ist. Wenn wir über den Einsatz der geistlichen Gaben nachdenken, ist das der erste Punkt, den wir betonen müssen: Wir sind dazu geschaffen, sie gemeinsam und für ein gemeinsames Ziel einzusetzen. Die Gemeinde ist kein Ort der Selbstdarstellung. Jesus lehrte uns, dass der Geringste unter uns der Größte ist. Wir sind geschaffen, um zu dienen. Und dies gemeinsam zu tun.

In Einheit trotz Vielfalt.
Mit Liebe und Weisheit.
Um das Evangelium zu verkünden und die Kirche zu bauen.
Gemeinsam.

Reflexionsfragen

Fragen:

  • Welche Wahrheiten sind dir beim Lesen von Kapitel 12 aufgefallen?
  • Wusstest du, dass es im Kontext des berühmten „Kapitel über die Liebe“ eigentlich um den Einsatz unserer geistlichen Gaben ging? Wie wirkt sich 1. Korinther 13,4-7 bei dir darauf aus, wie du über den Einsatz deiner Gaben denkst?
  • Welche verbreiteten Missverständnisse oder unbiblischen Verhaltensweisen können den richtigen Gebrauch der Gaben behindern?
  • Welche positiven Beispiele von Menschen, die ihre Gaben einsetzen, hast du in deiner Gemeinde gesehen?

Zeit des Gebets:
Bete für die Gemeinde und dafür, dass die Gemeinde durch deine Gaben, Liebe und Einheit gestärkt wird.

Alte, in Leder gebundene Bücher in einem Holzregal hinter einer Glasscheibe, davor unscharfe Lichtpunkte

Dies ist deine individuelle Zeit mit Gott

Die Übung

Tag 1 Deine Rolle in der Gemeinde

1. Korinther 14,26 (NGÜ)
Was ergibt sich aus dem allem für eure Zusammenkünfte, Geschwister? Es steht jedem frei, etwas beizutragen – ein Lied oder eine Lehre oder eine Botschaft, die Gott ihm offenbart hat, oder ein Gebet in einer von Gott eingegebenen Sprache oder dessen Wiedergabe in verständlichen Worten. Aber jedem soll es darum gehen, dass alle einen Gewinn für ihren Glauben haben.

Zum Weiterdenken

Hast du dir jemals die Zeit genommen, über deine Rolle in der Gemeinde nachzudenken? Die Gaben des Geistes sollen zum Wohl des Leibes Christi eingesetzt werden – das sind wir alle! Das bedeutet, dass wir sie teilen und nicht zu unserem eigenen Wohl für uns behalten sollen.

Schreibe dir heute eine Liste mit 10 Möglichkeiten, wie du deine Geistesgabe zum Segen des Leibes Christi einsetzen kannst.

Tag 2 Richtlinien

Wie wir in 1. Korinther 13 gesehen haben, ist die biblische Liebe die beste Richtschnur, die wir für den Einsatz unserer Gaben erhalten können. Abgesehen vom Kontext der Liebe wird einigen Gaben mehr Aufmerksamkeit geschenkt, wahrscheinlich weil das Verständnis ihrer Grenzen nicht so offensichtlich ist.

Hast du in diesem Zusammenhang schon einmal darüber nachgedacht, welche Richtlinien der Apostel für jemanden, der deine Gaben hat, aufgestellt haben könnte? Denke über die Zeiten nach, in denen du mit deiner Gabe gedient hast. Lies dann Römer 12 oder 1. Korinther 12-14 und notiere die Verse, die auch auf deine Gaben zutreffen könnten.

Tag 3 Anderen dienen nach dem Vorbild Jesu

Gib Gott heute Raum, durch deine Vorstellungskraft zu wirken.

Stelle dir Folgendes vor: Du bist einer der Jünger, und Jesus hat dir gerade gezeigt, wie der beste Dienst aussehen kann. Er hatte die größten Gaben von allen Menschen, und doch ging er auf Hände und Knie und wusch dir die Füße.

Nun stelle dir vor, wie du mit deinen Gaben demütig anderen dienst. Wie kannst du deinen Dienst dem von Jesus ähnlicher machen?

© Copyright 2025 – Urheberrechtshinweis
Alle Fotografien und Grafiken sowie das Design dieses Online-Dokuments sind urheberrechtlich geschützt. Das Urheberrecht der Reihe Cultivate liegt, soweit nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, bei generations church Leipzig e.V. Bitte fragen Sie Tyler Charvat (Impressum: generationschurch.de), falls Sie die genannten Inhalte dieses Internetangebotes verwenden möchten.

Die inhaltliche Gestaltung dieses Dokuments (Texte) unterliegt der Creative Commons Lizenz CC BY-NC 4.0. Das bedeutet, dass Sie das Material in beliebigem Medium oder Format ausschließlich für nichtkommerzielle Zwecke verbreiten, umgestalten, anpassen und darauf aufbauen dürfen und dass Sie dabei den Urheber nennen müssen.

Die mit (NGÜ) gekennzeichneten Bibelverse sind dem Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung entnommen und unterliegen dem Copyright: Version NGÜ 2011 © Genfer Bibelgesellschaft.