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Generations Church International

Woche 3 / 4

Wie wir vergeben können

In dieser Woche beschäftigen wir uns mit der Frage, wie wir vergeben können. Vergebung ist ein Prozess, der mit einer Entscheidung beginnt. Dabei ist es wichtig, den Prozess nicht mit der Entscheidung zu verwechseln. Selbst wenn Zweifel oder Schmerz wieder hochkommen, bedeutet dies nicht, dass du nicht vergeben hast.

Im Vater Unser lehrt uns Jesus, wie wir beten sollen. Dabei legt er besonderen Wert auf Vergebung. Inwiefern Gebet und Vergebung miteinander zusammen hängen, erfährst du in dieser Woche.

Schwarz-Weiß-Foto einer Frau mit Brille, die an einer Theke steht und aus einer Tasse trinkt

Vergebung

Wie können wir vergeben?

Kommt als Gruppe zusammen.

Steigt gemeinsam in das Thema ein:

  • Wie geht es euch allen mit dem Thema Vergebung?
  • Wie war die Übung von letzter Woche für euch?
  • Was hat Gott euch während der Übung offenbart?
  • Ist euch etwas an der Geschichte von Josef besonders hängen geblieben?

Diese Woche konzentrieren wir uns darauf, wie wir anderen vergeben können.

Zwei Teile

Vergebung besteht aus zwei Teilen.

  • Die Entscheidung, zu vergeben
  • Der Prozess der Vergebung

Die Entscheidung, zu vergeben, kann sofort getroffen werden. Wir entscheiden uns in unserem Herzen dafür, bringen unser Anliegen vor Gott und erklären ihm, dass wir uns entschieden haben, der Person zu vergeben.

Dann laden wir Gott ein, uns beim Prozess der Vergebung zu helfen. „Gott, hilf mir, Verletzung, Bitterkeit und Wut zu erkennen, wenn ich mich auf den Weg der Vergebung begebe. Hilf mir, die Verletzungen nicht zu begraben, sondern sie dir zu überlassen und dich diese Bereiche heilen zu lassen.“

Ein Mann spielt Akustikgitarre und singt vor einem Mikrofon, im Vordergrund scharf der Gitarrenkopf

Der Prozess braucht Zeit.

Manchmal verwechseln wir unsere Entscheidung für Vergebung mit dem Prozess der Vergebung. Manchmal fühlen wir bei diesem Prozess immer noch Schmerz und Wut und erleben Situationen, die diesen Schmerz wieder an die Oberfläche bringen. Das kann verwirrend sein und wir fragen uns dann, ob wir der Person wirklich vergeben haben. Aber die Entscheidung zu vergeben, kann dir nicht mehr weggenommen werden. Du hast diese Entscheidung getroffen und bist damit Christus gehorsam. Glaube nicht der Lüge, dass du immer noch an Unvergebung festhältst, wegen der unterschiedlichen Gefühle, die während des Prozesses hochkommen können.

Warum?

Aber warum erleben wir solche Trigger und Gefühle, nachdem wir die Entscheidung getroffen haben, zu vergeben? Es ist möglich, dass es daran liegt, dass Gott uns so sehr liebt. Wenn wir verletzt wurden, erkennen wir in diesem Moment oft nicht, wie tief die Verletzung wirklich ist. Warum? Weil es für uns zu überwältigend sein könnte, damit umzugehen. Gott führt uns durch den Prozess, um nach und nach die verschiedenen Bereiche des Schmerzes, der Verletzung und des Traumas aufzudecken, damit wir auf gesunde Weise damit umgehen können. Gott weiß, was wir verkraften können, und wir können ihm für seine sanfte Fürsorge danken, während wir den Prozess der Vergebung durchlaufen.

Es ist auch wichtig, unsere Denkweise über die Gefühle und Trigger, die hochkommen können, zu korrigieren. Anstatt frustriert und wütend über sie zu sein, können wir sie als Geschenke Gottes betrachten. Er ist es, der uns auf dem Weg in die Freiheit führt. Die Gefühle und Trigger erinnern uns oft an die Bereiche, mit denen wir uns noch nicht auseinandergesetzt haben, und sie sind auch ein Zeichen für den Bereich, an dem Gott als Nächstes arbeiten möchte. Wenn wir diese Erfahrung machen, können wir alles vor Gott bringen und ihn bitten, uns dabei zu leiten.

Eine kleine Gruppe sitzt auf Stühlen eng beieinander und betet, ein junger Mann hat das Gesicht in den Händen

Fragen für die Gruppendiskussion

  1. Wann hast du dich schon einmal gefragt, ob du jemandem wirklich vergeben hast?
  2. Was hat dir in dieser Zeit geholfen?
  3. Wie bist du in der Vergangenheit mit Vergebung umgegangen?
Bibeltext: Matthäus 6:5-8 (NGÜ)

»Und wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler, die sich zum Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken stellen, um von den Leuten gesehen zu werden. Ich sage euch: Sie haben ihren Lohn damit schon erhalten. Wenn du beten willst, geh in dein Zimmer, schließ die Tür, und dann bete zu deinem Vater, der ´auch im Verborgenen ´gegenwärtig ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird dich belohnen.

Beim Beten sollt ihr nicht leere Worte aneinander reihen wie die Heiden, ´die Gott nicht kennen`. Sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. Macht es nicht wie sie, denn euer Vater weiß, was ihr braucht, und zwar schon bevor ihr ihn darum bittet.

Ihr sollt so beten:

Unser Vater

Bibeltext: Matthäus 6:9-15 (NGÜ)

Unser Vater im Himmel!
Dein Name werde geheiligt,
dein Reich komme,
dein Wille geschehe auf der Erde,
wie er im Himmel geschieht.
Gib uns heute unser tägliches Brot.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir denen vergeben haben,
die an uns schuldig wurden.
Und lass uns nicht in Versuchung geraten,
sondern errette uns vor dem Bösen.

Wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, wird euer Vater im Himmel euch auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, wird euer Vater ´im Himmel` euch eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

Diskussionsfragen

  1. Was fällt dir an diesem Abschnitt auf?
  2. Wie häufig sollten wir für Vergebung beten?
  3. Welchen Vorteil kann es für uns haben, regelmäßig für Vergebung zu beten?
  4. Wie integrierst du das Beten für Vergebung in dein tägliches Leben?
Ein aufgeschlagenes altes Buch mit vergilbten, aufgefächerten Seiten

Die Übung

Lest euch die Übung gemeinsam durch.

Teil eins: Tag eins

  • Lies 1. Mose 39
  • Schreibe die Antworten auf die folgenden Fragen auf:

Tag eins

  • Was fällt dir an Josefs Charakter auf?
  • Wie sieht seine Beziehung zu Gott aus?
  • Wie sieht sein Herz aus?
  • Wie hat Josef den Kreislauf des Leids fortgesetzt oder unterbrochen?

Tag zwei

Lies 1. Mose 40-41:49
Schreibe die Antworten auf die folgenden Fragen auf:

  • Wie treu ist Josef in diesem Prozess?
  • In welchen Bereichen wird sein Charakter auf die Probe gestellt?
  • Wie hättest du reagiert, wenn du in Josefs Lage gewesen wärst?
Zwei Frauen stehen mit dem Rücken zur Kamera in einem hellen Raum mit Pflanzen, im Hintergrund sitzen weitere Menschen

Tag drei

Lies 1. Mose 41:50-57

Was fällt dir an Josefs Prozess der Vergebung in diesem Abschnitt auf?

In der modernen Sprache verwenden wir den Begriff „vergessen“, wenn wir etwas nicht mehr im Kopf haben. Aber in der Bibel wird dieser Begriff oft verwendet, um zu erklären, dass man sich nicht mehr mit einer Sache beschäftigt oder diese nicht mehr betonen will. Wenn wir Josefs Geschichte als Ganzes betrachten, sehen wir, dass er sein Leid oder seine Familie nicht vergessen hat, sondern dass er sich entschieden hat, ihnen zu vergeben und nicht länger an dem Schmerz festzuhalten.

Teil zwei: Ein Gebetsmodell

Bibeltext: Lukas 6:27-28 (NGÜ)

Aber euch, die ihr mir zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen; segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch Böses tun.

Fang genau da an, wo du bist. Manchmal ist die Verletzung so schmerzhaft, dass es uns schwerfällt, für denjenigen zu beten, der uns geschadet hat. Wir sehnen uns nach Gerechtigkeit und sind daher vielleicht geneigt, für Rache zu beten. Aber Gott sagt uns, dass wir denjenigen segnen und nicht verfluchen sollen. Im Folgenden möchten wir dir ein Modell an die Hand geben, mit dem du anfangen kannst, für diejenigen zu beten, die dich verletzt haben.

Geführtes Gebet

  1. Bitte Gott, dir zu zeigen, wie viel er dir vergeben hat. Hier geht es nicht darum, in Scham oder Schuldgefühle zu verfallen, sondern es geht darum, dass Gott dir offenbaren kann, wie sehr er dich liebt, wie er dich willkommen heißt und wie er dir vergibt.
  2. Erkenne den Schmerz und die Verletzung an, die du durch diese Person erfahren hast. Gehe die Erinnerung mit dem Herrn durch. Übergib den Schmerz und die Verletzung Gott und bitte ihn, an diesen Stellen Heilung zu bringen.
  3. Bete, dass Gott dir seine Liebe zu der Person, die dich verletzt hat, offenbart. Bitte ihn, dir eine Perspektive zu geben, warum diese Person dir möglicherweise Schaden zugefügt hat. Ist sie zu hundert Prozent im Unrecht? Musst du eventuell auch Verantwortung für deinen Teil der Schuld übernehmen? Welche Verletzungen trägt die Person vielleicht selbst mit sich herum? Könnte es sein, dass dich Gott dahin führt, dich mit der Person zu treffen, um ihre Seite der Geschichte zu hören? Bete darüber.
  4. Nimm dir etwas Zeit, um Gott dein Recht auf Rache zu übergeben und Gott als gerechten und liebenden Gott anzuerkennen.
  5. Bitte Gott, dir zu helfen, für diese Person zu beten, indem du durch seine liebenden Augen auf sie schaust.
  6. Bitte Gott, dich mit seiner Liebe für diese Person zu füllen.
  7. Bitte Gott, dir zu zeigen, wie du für sie oder ihn beten kannst.
  8. Segne die Person.

Fragen zur Gruppendiskussion

  1. Was denkst du über die Übung dieser Woche?
  2. Was könnte dir in dieser Woche helfen, den Prozess der Vergebung zu durchlaufen?
  3. Wie erlebst du die Güte Gottes, wenn du tiefer ins Thema Vergebung gehst?

Nehmt euch Zeit, um füreinander zu beten. Sucht euch jemanden in eurer Gruppe, für den ihr während der Woche betet und den ihr ermutigt. Gemeinsam sind wir besser!

© Copyright 2024 – Urheberrechtshinweis
Alle Fotografien und Grafiken sowie das Design dieses Online-Dokuments sind urheberrechtlich geschützt. Das Urheberrecht liegt, soweit nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, bei generations church Leipzig e.V. Bitte fragen Sie Tyler Charvat (Impressum: generationschurch.de), falls Sie die genannten Inhalte dieses Internetangebotes verwenden möchten.

Die inhaltliche Gestaltung dieses Dokuments (Texte) unterliegt der Creative Commons Lizenz CC BY-NC 4.0. Das bedeutet, dass Sie das Material in einem beliebigen Medium oder Format ausschließlich für nichtkommerzielle Zwecke verbreiten, umgestalten, anpassen und darauf aufbauen dürfen und dass Sie dabei den Urheber nennen müssen.

Die mit (NGÜ) gekennzeichneten Bibelverse sind dem Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung entnommen und unterliegen dem Copyright: Version NGÜ 2011 © Genfer Bibelgesellschaft.

Vergebung

Wie können wir vergeben?

Kommt als Gruppe zusammen.

Steigt gemeinsam in das Thema ein:

  • Wie geht es euch allen mit dem Thema Vergebung?
  • Wie war die Übung von letzter Woche für euch?
  • Was hat Gott euch während der Übung offenbart?
  • Ist euch etwas an der Geschichte von Josef besonders hängen geblieben?

Diese Woche konzentrieren wir uns darauf, wie wir anderen vergeben können.

Diese Woche konzentrieren wir uns darauf, wie wir anderen vergeben können. Vergebung besteht aus zwei Teilen:

  • Die Entscheidung, zu vergeben
  • Der Prozess der Vergebung

Die Entscheidung, zu vergeben, kann sofort getroffen werden. Wir entscheiden uns in unserem Herzen dafür, bringen unser Anliegen vor Gott und erklären ihm, dass wir uns entschieden haben, der Person zu vergeben.

Dann laden wir Gott ein, uns beim Prozess der Vergebung zu helfen. „Gott, hilf mir, Verletzung, Bitterkeit und Wut zu erkennen, wenn ich mich auf den Weg der Vergebung begebe. Hilf mir, die Verletzungen nicht zu begraben, sondern sie dir zu überlassen und dich diese Bereiche heilen zu lassen.“

Ein Mann spielt Akustikgitarre und singt vor einem Mikrofon, im Vordergrund scharf der Gitarrenkopf

Der Prozess braucht Zeit.

Manchmal verwechseln wir unsere Entscheidung für Vergebung mit dem Prozess der Vergebung. Manchmal fühlen wir bei diesem Prozess immer noch Schmerz und Wut und erleben Situationen, die diesen Schmerz wieder an die Oberfläche bringen. Das kann verwirrend sein und wir fragen uns dann, ob wir der Person wirklich vergeben haben. Aber die Entscheidung zu vergeben, kann dir nicht mehr weggenommen werden. Du hast diese Entscheidung getroffen und bist damit Christus gehorsam. Glaube nicht der Lüge, dass du immer noch an Unvergebung festhältst, wegen der unterschiedlichen Gefühle, die während des Prozesses hochkommen können.

Warum?

Aber warum erleben wir solche Trigger und Gefühle, nachdem wir die Entscheidung getroffen haben, zu vergeben? Es ist möglich, dass es daran liegt, dass Gott uns so sehr liebt. Wenn wir verletzt wurden, erkennen wir in diesem Moment oft nicht, wie tief die Verletzung wirklich ist. Warum? Weil es für uns zu überwältigend sein könnte, damit umzugehen. Gott führt uns durch den Prozess, um nach und nach die verschiedenen Bereiche des Schmerzes, der Verletzung und des Traumas aufzudecken, damit wir auf gesunde Weise damit umgehen können. Gott weiß, was wir verkraften können, und wir können ihm für seine sanfte Fürsorge danken, während wir den Prozess der Vergebung durchlaufen.

Es ist auch wichtig, unsere Denkweise über die Gefühle und Trigger, die hochkommen können, zu korrigieren. Anstatt frustriert und wütend über sie zu sein, können wir sie als Geschenke Gottes betrachten. Er ist es, der uns auf dem Weg in die Freiheit führt. Die Gefühle und Trigger erinnern uns oft an die Bereiche, mit denen wir uns noch nicht auseinandergesetzt haben, und sie sind auch ein Zeichen für den Bereich, an dem Gott als Nächstes arbeiten möchte. Wenn wir diese Erfahrung machen, können wir alles vor Gott bringen und ihn bitten, uns dabei zu leiten.

Eine kleine Gruppe sitzt auf Stühlen eng beieinander und betet, ein junger Mann hat das Gesicht in den Händen

Fragen zur Reflexion

  1. Wann hast du dich schon einmal gefragt, ob du jemandem wirklich vergeben hast?
  2. Was hat dir in dieser Zeit geholfen?
  3. Wie bist du in der Vergangenheit mit Vergebung umgegangen?
Bibeltext: Matthäus 6:5-8 (NGÜ)

»Und wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler, die sich zum Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken stellen, um von den Leuten gesehen zu werden. Ich sage euch: Sie haben ihren Lohn damit schon erhalten. Wenn du beten willst, geh in dein Zimmer, schließ die Tür, und dann bete zu deinem Vater, der ´auch im Verborgenen ´gegenwärtig ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird dich belohnen.

Beim Beten sollt ihr nicht leere Worte aneinander reihen wie die Heiden, ´die Gott nicht kennen`. Sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. Macht es nicht wie sie, denn euer Vater weiß, was ihr braucht, und zwar schon bevor ihr ihn darum bittet.

Ihr sollt so beten:

Unser Vater

Bibeltext: Matthäus 6:9-15 (NGÜ)

Unser Vater im Himmel!
Dein Name werde geheiligt,
dein Reich komme,
dein Wille geschehe auf der Erde,
wie er im Himmel geschieht.
Gib uns heute unser tägliches Brot.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir denen vergeben haben,
die an uns schuldig wurden.
Und lass uns nicht in Versuchung geraten,
sondern errette uns vor dem Bösen.

Wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, wird euer Vater im Himmel euch auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, wird euer Vater ´im Himmel` euch eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

Fragen zur Reflexion

  1. Was fällt dir an diesem Abschnitt auf?
  2. Wie häufig sollten wir für Vergebung beten?
  3. Welchen Vorteil kann es für uns haben, regelmäßig für Vergebung zu beten?
  4. Wie integrierst du das Beten für Vergebung in dein tägliches Leben?
Ein aufgeschlagenes altes Buch mit vergilbten, aufgefächerten Seiten

Die Übung

Lies dir die Übung für diese Woche durch.

Teil eins: Tag eins

  • Lies 1. Mose 39
  • Schreibe die Antworten auf die folgenden Fragen auf:

Tag eins

  • Was fällt dir an Josefs Charakter auf?
  • Wie sieht seine Beziehung zu Gott aus?
  • Wie sieht sein Herz aus?
  • Wie hat Josef den Kreislauf des Leids fortgesetzt oder unterbrochen?

Tag zwei

Lies 1. Mose 40-41:49
Schreibe die Antworten auf die folgenden Fragen auf:

  • Wie treu ist Josef in diesem Prozess?
  • In welchen Bereichen wird sein Charakter auf die Probe gestellt?
  • Wie hättest du reagiert, wenn du in Josefs Lage gewesen wärst?
Zwei Frauen stehen mit dem Rücken zur Kamera in einem hellen Raum mit Pflanzen, im Hintergrund sitzen weitere Menschen

Tag drei

Lies 1. Mose 41:50-57

Was fällt dir an Josefs Prozess der Vergebung in diesem Abschnitt auf?

In der modernen Sprache verwenden wir den Begriff „vergessen“, wenn wir etwas nicht mehr im Kopf haben. Aber in der Bibel wird dieser Begriff oft verwendet, um zu erklären, dass man sich nicht mehr mit einer Sache beschäftigt oder diese nicht mehr betonen will. Wenn wir Josefs Geschichte als Ganzes betrachten, sehen wir, dass er sein Leid oder seine Familie nicht vergessen hat, sondern dass er sich entschieden hat, ihnen zu vergeben und nicht länger an dem Schmerz festzuhalten.

Teil zwei: Ein Gebetsmodell

Bibeltext: Lukas 6:27-28 (NGÜ)

Aber euch, die ihr mir zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen; segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch Böses tun.

Gebet

Fang genau da an, wo du bist. Manchmal ist die Verletzung so schmerzhaft, dass es uns schwerfällt, für denjenigen zu beten, der uns geschadet hat. Wir sehnen uns nach Gerechtigkeit und sind daher vielleicht geneigt, für Rache zu beten. Aber Gott sagt uns, dass wir denjenigen segnen und nicht verfluchen sollen. Im Folgenden möchten wir dir ein Modell an die Hand geben, mit dem du anfangen kannst, für diejenigen zu beten, die dich verletzt haben.

Geführtes Gebet

  1. Bitte Gott, dir zu zeigen, wie viel er dir vergeben hat. Hier geht es nicht darum, in Scham oder Schuldgefühle zu verfallen, sondern es geht darum, dass Gott dir offenbaren kann, wie sehr er dich liebt, wie er dich willkommen heißt und wie er dir vergibt.
  2. Erkenne den Schmerz und die Verletzung an, die du durch diese Person erfahren hast. Gehe die Erinnerung mit dem Herrn durch. Übergib den Schmerz und die Verletzung Gott und bitte ihn, an diesen Stellen Heilung zu bringen.
  3. Bete, dass Gott dir seine Liebe zu der Person, die dich verletzt hat, offenbart. Bitte ihn, dir eine Perspektive zu geben, warum diese Person dir möglicherweise Schaden zugefügt hat. Ist sie zu hundert Prozent im Unrecht? Musst du eventuell auch Verantwortung für deinen Teil der Schuld übernehmen? Welche Verletzungen trägt die Person vielleicht selbst mit sich herum? Könnte es sein, dass dich Gott dahin führt, dich mit der Person zu treffen, um ihre Seite der Geschichte zu hören? Bete darüber.
  4. Nimm dir etwas Zeit, um Gott dein Recht auf Rache zu übergeben und Gott als gerechten und liebenden Gott anzuerkennen.
  5. Bitte Gott, dir zu helfen, für diese Person zu beten, indem du durch seine liebenden Augen auf sie schaust.
  6. Bitte Gott, dich mit seiner Liebe für diese Person zu füllen.
  7. Bitte Gott, dir zu zeigen, wie du für sie oder ihn beten kannst.
  8. Segne die Person.

© Copyright 2024 – Urheberrechtshinweis
Alle Fotografien und Grafiken sowie das Design dieses Online-Dokuments sind urheberrechtlich geschützt. Das Urheberrecht liegt, soweit nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, bei generations church Leipzig e.V. Bitte fragen Sie Tyler Charvat (Impressum: generationschurch.de), falls Sie die genannten Inhalte dieses Internetangebotes verwenden möchten.

Die inhaltliche Gestaltung dieses Dokuments (Texte) unterliegt der Creative Commons Lizenz CC BY-NC 4.0. Das bedeutet, dass Sie das Material in einem beliebigen Medium oder Format ausschließlich für nichtkommerzielle Zwecke verbreiten, umgestalten, anpassen und darauf aufbauen dürfen und dass Sie dabei den Urheber nennen müssen.

Die mit (NGÜ) gekennzeichneten Bibelverse sind dem Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung entnommen und unterliegen dem Copyright: Version NGÜ 2011 © Genfer Bibelgesellschaft.